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| USG Babylon Nr. 21 |
04.08.08 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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Die Mustermänner
  
Die Verwandten von Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher heissen in den USA Jane und John Doe. In England nennt man sie Joe Bloggs, in Südamerika Juan Perez, in Russland Vasya Pupkin und in Frankreich Jean Dupont. In Italien kennt man diese fiktiven Personen unter dem Namen Mario Rossi, in China als Chen Xiao Ming, in Japan als Yamato Taro und in Schweden als Kalle Svensson. Die Platzhalter auf Kreditkarten oder auf Behördenformularen heissen in der Schweiz in der Regel Max Muster, dabei gäbe es so schöne Namen wie z.B. Moritz, Pascal, Samuel oder Hans-Rudolf Mustermann, Micheline, Doris oder Corina Musterfrau. Pro Tag lügen diese Durchschnittsmänner übrigens vier Mal, während die Frauen auf drei Lügen kommen. Dabei dreht sich die weibliche Lüge meistens darum, die Wahrheit zu umgehen, um die Beziehung nicht zu belasten sowie um Alter und Gewicht. Bei den Männern geht es meistens um Job, Sex und Autos. Hier die Hitliste der häufigsten Schwindeleien. Auf Platz eins: "Mir geht es gut!". Platz zwei: "Schön, Dich zu sehen!". Platz drei: "Ich ruf Dich an!". Platz vier: "Ich steck im Stau!". Platz fünf: "Sie stehen auf unserer Liste zuoberst!". Platz sechs: "Nein, nein, Sie stören überhaupt nicht!". Platz sieben: "Ich muss nach Hause, wegen den Kindern!". Am besten lügen können aber die Übersetzungsbüros, die sich mit Mitarbeiterzahlen von 1000 und mehr aufblähen. Da haben wir mit unseren 33 Sprachen und 95 Mitarbeitern ganz schön lange Beine und eine kurze Nase. Das machen wir aber dann mit dem Gehirn wieder wett! Unsere Gehirne wiegen nämlich das Doppelte und arbeiten 10-mal schneller, und das seit der babylonischen Sprachverwirrung.
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Das Oben-ohne-Lexikon
B wie Brougham: nennt man ein Auto mit geschlossenem Fond und offenem Chauffeurabteil. Der Name geht auf den britischen Lord Brougham zurück.
C wie Convertible: So heisst das englische Wort für Cabriolet. Es ist von Convertible Coupé abgeleitet, was so viel wie "verwandelbares Coupé" heisst.
D wie Drophead Coupé: Das ist ein Zweitürer mit Verdeck. Rolls-Royce nennt heute seine grossen Cabrios so. Früher hiessen sie entweder Corniche oder Azure, wenn das Bentley Cabriolet gemeint war.
L wie Landaulet: Der Landauer ist eine kaiserliche Kutsche aus Landau und das Gegenteil vom Brougham: Offener Fond, dafür geschlossene Fahrerkabine. Lord Brougham hätte mit dem Chauffeur getauscht oder sich einen Coupé de Ville gekauft.
P wie Pullman: Das kommt nicht von Pullen, sondern bezeichnet ein sehr üppig ausgestattetes Auto, wie zum Beispiel den Mercedes Pullman, den es eben auch als Landaulet gab. Der Name geht zurück auf den Eisenbahn-Schlafwagen-Erfinder Mortimer Pullman.
R wie Roadster: Das ist ebenfalls ein Begriff aus dem Kutschenbau. Damit meint man einen leichten, offenen Zweisitzer ohne Seitenscheiben. James Dean war ganz verrückt nach diesen Dingern und verlor sein Leben in einem Speedster. Heute werden Roadster aber auch gerne Spider genannt. Und die kann man dann unter dem Namen Ferrari oder Maserati kaufen.
T wie Targa: Das bedeutet auf italienisch "Schild" und genauso nennt man Sportcoupés mit abnehmbarem Dachteil. Der erste Targa wurde 1966 von Porsche gebaut.
V wie Volante: Nur Aston Martin nennt seine Cabriolets Volante, weil sie praktisch allen anderen Kutschen davonfliegen, wenn sie fahren.
Z wie Zwei plus Zwei: Auch 2 + 2-Sitzer genannt. Das sind Cabrios mit sozialer Note, sprich mit Sitzfläche hinter den Vordersitzen, die sich allerdings nur für das Mitführen von kleinen Gepäckstücken oder Chihuahua-Hunden eignet. |
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Die erste Schrift kommt aus dem Irak
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| Und zwar von den Sumerern vor gut 5 500 Jahren. Am Anfang war es eine Bilderschrift, die aus den Zeichen "Auge" und "Wasser" "Weinen" machte. Dann wurde daraus eine Silbenschrift, die wir Keilschrift nennen, weil die Zeichen mit kleinen Holzkeilen in Tafeln aus Lehm oder Ton gepresst wurden. Das berühmte Gilgamesch-Epos ist in dieser Schrift geschrieben. Hingegen ist die Grundlage unserer Schrift die phönizische. Allerdings brauchten die Phönizier nur 22 Buchstaben, weil sie keine Vokale schrieben, so wie heute die Hebräer und Araber. Die ersten Briefe der Urzeit sind schamanischen Ursprungs und richteten sich meistens an Geister oder waren fürs Jenseits bestimmt. Wenn Sie aber im Diesseits leben und Briefe aller Art ins Ausland schicken wollen oder Ihren Geschäftsfreunden in China, Irak, Saudi-Arabien, Korea, Japan und Indien die neusten Produktentwicklungen vorstellen möchten, dann sprechen Sie mit uns. Wir lösen für Sie sämtliche nachbabylonischen Sprachprobleme in 33 Weltsprachen. |
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Editorial:
Die Übersetzungs-Service USG AG gibt es seit 29 Jahren.
Sie übersetzt in 33 Weltsprachen und beschäftigt 15 feste Mitarbeiter sowie 85 Freelance-Übersetzer.
Ein Anruf, und Sie wissen mehr: 031 924 24 44.
www.usg.ch |
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