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USG Babylon Nr. 30 01.04.09
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN

 

Die neue Rechtschreibereform.
Endlich sinnvoll!

Wieder steht eine neue Rechtschreibereform vor der Tür. Nachdem die letzte gescheitert ist und seither jeder so schreibt, wie er will, kommt nun ein absolut gesunder und durchdachter Neuansatz von Seiten der Dudenherausgebern auf den Markt (Erstausgabe vom März 2009 / in der Abteilung Grammatik für Alle! Seite 15). Wir zitieren:

1. alles wird kleingeschrieben! auch nach einem punkt. viele grafiker haben es vorgemacht und sind bereits vor jahren als vorreiter der neuen dudenreform zur kleinschreibung übergegangen. die meisten grafiker behandeln texte sowieso gerne als grauwerte! aber seit man auch nach punkten kleinschreiben kann, ist die fehlerquote bei erstklässlern enorm gesunken.

2. dehnungen und schärfungen werden entdehnt und entschärft! diese gotesgnädige masname eliminirt bereits in der grundschule di gröste felerursache überhaupt, den den sin der konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt.

3. reduktion auf das wesentliche: „v“ und „ph“ werden durch „f“ ersetzt! „z“ durch „s“ und „sch“ wird verkürtzt auf „s“. dadurch wird das alfabet um swei buchstaben redusirt. das sreiben mit sreibmasinen fereinfacht sich enorm, damit so, wertfole und vor allen dingen ausländise arbeitskräfte der wirtsaft als angelernte sugefürt werden könen, für ale sweiser, deutse und östereicher, di di snauze fol fon arbeit haben.
 
Balkan Döner, Kebab und Co.
 

Balkanski Švabi: Die Slovenen nennen sich selbst Balkan-Schwaben, weil sie angeblich so besonders strebsam und ordentlich sind. Wenn aber die Kroaten über die Slovenen reden, reden sie nur von einem besonders geizigen und humorlosen Balkanvolk: den Schwaben – die auf dem Balkan, halt. Von da ist es dann nicht weit zu ...

Redoljubni, was soviel wie „ordentlich“ bedeutet, aber, wie fast alles auf dem Balkan, relativ gemeint ist, weil man sich mit den Nachbarn vergleicht. Und da sind die Kroaten die Besten, pardon die Slovenen, vor allem aber die Serben. Der Hang zur Selbstüberschätzung ist auf dem Balkan bosnisches Programm.

Kregarij: Das sind Streitereien aller Art, in denen eigentlich alle Balkanstaaten Meister sind. Vor allem rufen die Kroaten gerne zum Boykott slovenischer Waren auf. Das hat dann etwas mit der Nova Ljubljanska Banka zu tun, die offenbar auf ein paar kroatischen Spareinlagen sitzt, die sie nicht herausrücken will, jedenfalls aber nichts mit der Bankenkrise. Auch über Grenzverläufe und Sprache lässt sich hervorragend streiten: Zu Zeiten Titos konnten sich alle auf Jugoslawisch unterhalten, heute braucht man dazu einen Dolmetscher:

Einen Tumač Der dolmetscht dann für die Parteien, die sich offenbar sehr gut verstehen, aber völliges Nichtverstehen vortäuschen. Dass da die Jugonostalgija aufkommt, kann man verstehen. Falls Sie dann das alles nicht verstehen: Wir übersetzen alle Ihre Texte in (fast) alle Balkansprachen. Aber auch ins Baltische, ins Russische, Türkische, Bulgarische, Rumänische und in alle EU-Sprachen. Ein Anruf genügt. Den Rest machen wir, und alles ohne Kregarij, aber dafür sehr sehr redoljubni.

 
Hinter den sieben Bergen

Peer Steinbrück hat’s geschafft: Der Zwergenstaat wurde nicht nur mit der Peitsche eingeschüchtert, sondern auch mit Rhetorik und Täuschung: Es gäbe gar keine schwarze Liste, ha, ha, ha, wo die Schweiz draufstünde, meinte am 16. März der deutsche Finanzminister mit einem feinen Lächeln. Andere nennen dieses Taktieren Intelligenz. Nun stehen unsere sieben Gnome als Oberdummbatzen eines reichen Hinterwäldlerlandes da, die man nach Lust und Laune vorführen und ausnehmen kann, weil halt unsere Schlümpfe zwischen Taktik und Strategie nicht unterscheiden können.

Herzliche Gratulation Herr Steinbrück! Ob Sie sich, Deutschland und den über 200'000 Deutschen, die in der Schweiz leben, mit solcher Reichsreitschul-Propaganda aber einen Gefallen machen und neue Freunde schaffen, wage ich zu bezweifeln. Gute Nachbarn und alte Freunde sollte man mit Respekt und einer offen und ehrlichen Kommunikation begegnen und nicht mit Schiessbudentricks. Wir übersetzen übrigens 33 Weltsprachen ins Deutsche akzentfrei, schnörkellos und spaltzungenfrei ab Euro 2.70 und uns gibt es seit dem 25. Februar auch in Deutschland in Sindelfingen: www.usg-stuttgart.de

 
 
Kaminskis Klartext 2. Folge:
Mit Grips gegen die Krise
Da die Schwaben ja bekanntlich alles können ausser Hochdeutsch - von den Herren Schiller, Mörike, Hesse und einigen anderen mal abgesehen - habe ich, Frederic-Joachim Kaminski, beschlossen, mit Hilfe meiner Schweizerfreunde, die zwar auch kein Hochdeutsch sprechen, dafür sonst alle Weltsprachen beherrschen, mit einem Übersetzungs- und Sprachenbüro den notorischen Tüftlern im Schwabenland zu helfen:
Seit einem Monat können nun Schwaben und Deutsche ihre Genialität weltweit sprachlich einwandfrei in 33 Sprachen verbreiten. Im Gegensatz zu den deutschen Übersetzern, übersetzen USG-Übersetzer nur in ihre Muttersprache. Von der Bedienungsanleitung über Geschäftsberichte und Verträge bis zum erstklassigen PR-Text. Was uns Schwaben an Bodenschätzen fehlt, haben wir im Oberstüble. So waren alle Autopioniere Schwaben: Daimler, Maybach, Porsche und Benz. Trotzdem übersetzen wir für Toyota und Jaguar. Aber auch Drais, der Erfinder des Fahrrads, war ein Schwabe. So wie der Erfinder der Dauerwelle, der Frisör Karl Ludwig Nessler, ein Schwabe war. Vom Dübelerfinder, Artur Fischer, bis zur Max-Planck-Gesellschaft erfinden wir alles, was der Menschheit fehlt und nützt.
„Unser Rohstoff ist unser Grips“, meint Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Und da der Grips bekanntlich besser mit hochwertiger Nahrung funktioniert, weist unser Bundesland auch die höchste Dichte an Sternerestaurants auf. Wieder eine Gemeinsamkeit, die wir mit unseren südlichen Nachbarn, den Schweizern, teilen, die ja zum grössten Teil auch Alemannen sind. Kurz: Die USG-Stuttgart übersetzt zusammen mit ihrem Mutterhaus (über 100 Mitarbeitende in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, England, usw.) in Bern in alle EU-Sprachen. Ausserdem aber auch ins Chinesische, Japanische, Koreanische, Arabische und Russische. Ein Versuch kostet Sie weniger als ein feines Mittagessen mit einem Kunden. Mehr über die sparsamen Schwaben und Schweizer finden Sie auf  www.usg-stuttgart.de.