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USG Babylon Nr. 25 02.12.08
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN

Lasst uns mal "Melitta" googeln!

Bei Melitta, Uhu, Pampers, Tempo, Ketchup, Tampax, Singer, Jacuzzi, Filofax, Bic, Nescafé oder Google setzte sich irgendwann der Selbstgänger in Bewegung und machte die Marke zum Gattungsbegriff. Das ist aus der Sicht der Marketingstrategen so etwas wie ein Ritterschlag: Die Marke ist in aller Munde, die Bekanntheit auf dem Maximum. Nur stellt sich dann die Frage, ob diese Marke noch auf ein bestimmtes Untenehmen verweist und ob sie ihre Kernfunktion noch erfüllt, nämlich die, dieses Unternehmen von allen anderen zu unterscheiden.

 

Wer weiss noch, dass es sich beim Fön um ein Produkt von AEG handelte? Oder dass die Minibar von Electrolux war oder der Wonderbra von Sara Lee? Diese Markennamen sind so sehr in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen, dass sie ihre ursprünglichen Namensgeber - die Unternehmen hinter den Produkten - überstrahlen. So wird es demnächst Google ergehen. Denn schon heute spricht man vom Googeln, statt vom Suchen im Internet. Und auch Nicolas Sarkozy wollte die von Unruhen heimgesuchten Pariser Vorstädte mit dem Kärcher vom Gesindel befreien. Das Unternehmen sah sich dann gezwungen, mit einer Kampagne dagegenzuhalten, ein Kärcher sei ein Reinigungsgerät und keine Waffe.

Es gibt nur ganz wenige Marken, an denen die Unternehmen das Interesse verloren haben, so wie Bayer an Heroin. Sollten Sie aber mit Ihrer Marke in andere Länder gehen, dann reden Sie  mit uns, bevor Sie die Marke als Substantiv, Verb oder Possessivum brauchen. Wir übersetzen jede Marke in 33 Weltsprachen, denn auch wir kämpfen für gute Namen. Wir, die Nr. 1 zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme!

 

 

Bei uns bekommen Sie geholfen.

Man gewöhnt sich an "allem" - auch an "dem" Dativpassiv. Ein stetig wachsender Anteil von Sprechern benutzt die Konstruktion mit dem Dativpassiv in Sätzen wie "Ich habe einen Zahn gezogen gekriegt". Oder vielleicht haben Sie auch schon mal was "geschenkt bekommen"? Lebendige Sprachen verludern nicht, sie verändern sich. Neue Wörter entstehen während alte verschwinden. Wenn Goethe sich "beitätig" zeigen wollte, dann wollte er schlicht helfen. Und wenn er etwas "merkwürdig" fand, dann war das wörtlich zu verstehen: würdig, dass man es sich merkte. Wörter schleifen sich im langen Gebrauch ab wie Kiesel im Flussbett und erhalten neue Bedeutungen.


Johann Wolfgang von Goethe

Wir schreiben "haben" und sagen "ham". Das geht schneller. Das Gleiche gilt für "hamwa", "lassma" und "gehste". Noch ein Beispiel gefällig? "Da vorne fährt son Bus mit Erdgas!". "Son" verhält sich zu "ein" wie der Demonstrativartikel "dieser" zum bestimmten Artikel "der". "Son" wäre aber nicht nur die blosse Zusammenziehung von "so ein", sondern ein neues Wort, denn wir könnten es auch verneinen und in die Mehrzahl setzen. "kein son Bus", "zwei sone Busse".

Da kann man beim besten Willen nicht von Sprachzerfall reden, meint Rudi Keller von der Düsseldorfer Uni. Nur Rheinländer und Schweizer wundern sich nicht über Aussagen wie "Ich bin gerade am Kochen" oder, noch besser, "Ich bin Suppe am Kochen"! Gerne werden auch Verben mit Nomen kombiniert wie "Hast du U-Bahn?" - "Nein, ich habe Fahrrad!". Was für die Deutschlehrer zum Haare raufen ist, findet Germanistik-Professorin Heike Wiese wissenschaftlich hochinteressant. "Was für die Information nicht zentral ist, wird weggelassen, und das ist ökonomisch!"

Ökonomisch korrekt ist auch die USG AG. Wenn Sie sich nicht über schlechte Texte in der Finanz-, Versicherungs-, Marketing-, und Kommunikationswelt ärgern wollen, dann lassen Sie einfach unsere Redaktoren über Ihre Worte schauen. Denn seit 29 Jahren arbeiten wir beim Korrekturlesen oder Übersetzen nach dem Motto: "Wir wollen immer versuchen besser zu sein als das Original."

 

Schönheit zieht mehr als Ochsen

"Kirei na", sauber und reinlich wird eine schöne Frau im Japanischen genannt, während die Endung "zuri", so der Linguist Thilo Guschas, im afrikanischen Swahili auf ihren Liebreiz hindeutet. Im Griechischen wird mit "omorphes" eine schöne Gestalt bezeichnet, während im Arabischen "helou" sowohl süss als auch schön bedeutet. Aber anders als im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich "süss" nicht nur auf junge, sondern auch auf reife Frauen. Und "leckere" Mädchen gibts nicht nur in Köln, sondern auch in Kairo. Das Englische unterscheidet zwischen „handsome“ und "beautiful", also zwischen gut aussehenden und schönen Menschen. "Xinqui" bezeichnet im Chinesischen Eleganz, während "wumei" eher für erotische Anziehung steht. Extrem schön sind in China aber Dinge, die den Mond besiegen und die Blumen beschämen: "bi-yue-xia-hua"! Kurz, unter Schönheit versteht jede Sprache etwas anderes. Den Roten Platz in Moskau könnte man ebenso gut mit "schöner Platz" übersetzen. Aber statt dass Sie sich jetzt über Schönheit und Schönheiten in anderen Sprachen den Kopf zerbrechen, können Sie das getrost unsere Übersetzer tun lassen: www.usg.ch.


Venus von Willendorf
 
Wussten Sie, dass wir, die USG AG ... 
in 33 Weltsprachen übersetzen? Und pro Tag, wenn es sein muss, mehr als 300 Seiten rauspowern? Und dass Sie als Kunde in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch einen Gratis-Sprachensupport erhalten? Das ist praktisch, wenn Sie ganz schnell wissen müssen, wo das Komma zu setzen ist oder wie "Know-how" auf Französisch heisst. Alles, was wir für Sie am Telefon erledigen können, kostet Sie nichts:
++41 31 924 24 44.

Wir arbeiten für mehr als 1000 Unternehmen im In- und Ausland und wir beschäftigen ausgebildete Übersetzer und Linguisten, die ausschliesslich in ihre Muttersprache übersetzen.

www.usg.ch