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| USG Babylon Nr. 23 |
01.10.08 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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ACHTUNG ABMELDEN |
| Wo die deutsche Sprache sprachlos ist |
Vieles lässt sich in der deutschen Sprache nicht benennen, sondern nur umschreiben, so gibt es beispielsweise kein Wort für den ge- löschten Durst! Im Gegensatz zum Essen. Da haben wir das Wortpaar hungrig und satt. Zu durstig gibt es, wie gesagt, kein allgemein anerkanntes Gegenstück. Versuchen Sie mal den Unter- schied im Duft von Veilchen und Maiglöckchen zu beschreiben!
Da werden Sie, die deutsche und die meisten anderen Sprachen versagen. Aber sprachlos bleiben wir auch in Ostgrönland. Die Ostgrönländer kennen fast 50 Wörter für Schnee. Und auch hier lässt sich nicht auf das Gegenteil schliessen. Hingegen sind diese Unterschiede in Grönland lebenswichtig: Denn in Uummannaq kann das Leben davon abhängen, auf welcher Schneesorte man zur Jagd geht oder den Heimweg antritt, und darüber muss man sich verständigen können.
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| Wir verständigen uns in 33 Weltsprachen, von der Jagd über den Skisport bis zur Meteorologie, von der Gastronomie über die Wirtschaft und Finanztechnik bis zur Reklame, Werbung und Kommunikation, von der Medizin über die Maschinentechnik bis zur Nanotechnologie. Noch Fragen? www.usg.ch |
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Grenzenlose Kommunikation hat Grenzen - aber
nicht geografische

Unmöglich können wir die Werbekampagne in Holland so machen wie in Deutschland oder in den USA. Weil alles ganz anders sei, die Männer, die Frauen und Kinder, der Humor, die Medien und das Klima, ja überhaupt die ganze Mentalität.
Alles klar, wir haben verstanden: Der stolze Spanier, der leichtlebige Franzose, der fleissige Schweizer - denen kann man ja nun wirklich nicht allen das gleiche Foto mit dem gleichen Text vorsetzen wie den tiefgründigen Deutschen.
Wohl aber das gleiche Produkt. Die Porsches für Amerika sind ja auch nicht doppelt so gross. Und die amerikanischen Dodge-Ram-Trucks auch nicht halb so klein für Europa. Mac macht keine holzverkleideten iPhones für die Schweizer und Château Lafite-Rothschild meines Wissens keinen Dosenbordeaux für die Texaner und Coca-Cola heisst auch in China Coca-Cola, und wenn auch nur deshalb, weil es kein "r" im Namen hat und so phonetisch richtig nachgebabbelt werden kann.
Warum ist das so? Die Antwort ist einfach. Das weltweite Produkt wird von einem gemacht, aber die weltweite Kommunikation von vielen: Internationale Kampagnen sind in Wahrheit nicht ein Nationenproblem, sondern ein Egoproblem. Wer Werbung, pardon, Kommunikation macht, sieht sich selbst als Schöpfer, auch dann, wenn er es in der Schule nur gerade so weit gebracht hat, eine Helvetica von einer Times zu unterscheiden. Aber das ist eine andere Geschichte (s. Babylon Nr. 13 Matroschkas www.usg.ch.)
Anders rum: Wer eine internationale Kampagne will, kriegt auch eine! Denn die Chancen, dass das, was in Deutschland oder England gedacht wurde nicht viel schlechter ist als das, was in Paris oder Buenos Aires gedacht wird - sprich vor Ort konzipiert wird - stehen gut. Denn heute stehen sich mentalitäts- und markentechnisch ein Arzt aus São Paulo und einer aus Linz sicher viel näher als der Linzer Tortenbäcker mit dem Linzer Arzt. Aber dann heisst es wieder dieses kleine schweizerische Übersetzugsbüro vertrete rassistische Thesen. Dabei wollen wir Ihnen nur sagen: Die Internationalität, die EU, die Globalität und der global Citizen wird nicht an uns scheitern. Denn seit fast 30 Jahren übersetzen wir in 33 Weltsprachen für kleine global denkende Kunden und für globale, lokal denkende Kunden.
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Sam, Lich und Abel gegen Bar
Schuld daran sind die Politiker, denn die haben festgestellt, dass sie ihre inhaltslosen Phrasen mit ein paar "bar" so richtig aufpumpen können: "Jawohl verehrte Damen und Herren, das ist zum Vornherein kalkulierbar und machbar und sicher im Nachhinein verhandelbar, sonst wäre ja diese Partei gar nicht wählbar!". Weil alles, was mit "bar" aufhört, politisch-kompetent und unmissverständlich tönt, auch wenn man gar nichts zu sagen hat. Kurz: die Endsilbe "bar" ist auf dem Vormarsch und das fast unbewältigbar. Doch im tiefsten Suffix-Sumpf naht "fähige" Rettung. Ein Regal ist nicht mehr bloss verstellbar, sondern verstellfähig. Und die neue Küche gar erweiterungsfähig. Da kommen wir wieder zurück auf die Politiker, die behaupten, dass das bisher Erreichte verbesserungsfähig sei. Sich also aus eigener Kraft verbessert. Wunderbar! Aber wozu brauchen wir dann noch Politiker? Übrigens noch ein lachfähiger Hinweis zum Thema "aufpumpbar" gibt's jede Woche auf MTV: "Pimp my ride!".
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Cheeeeeers den Gewinnern!
Dan Brown, Mark Twain, Don DeLillo, Edgar Allan Poe, Spike Milligan, Nick Hornby und Dylan Thomas sind die Lieblingsautoren unserer Leser und Kunden. Das hat zumindest unser kleiner Artikel im letzten Newsletter über "4000 Jahre Durst nach guten Geschichten und geistigen Getränken" ergeben. Wir gratulieren Yves Kaufmann, Silvia Gassmann und Heinzpeter Studer zum Gewinn einer Hörbuch-CD und einer Flasche feinen Whiskeys. Allen übrigen Teilnehmern haben wir unser kleines Lesebuch in eigener Sache geschickt. Wenn Sie auch eines haben möchten, schreiben Sie uns. Stichwort "USG-Lesebuch".
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Editorial
Unsere Mitarbeiter sind nicht nur mit ihrem Fachgebiet, sondern vor allem auch mit den schweizerischen Eigenheiten und Helvetismen bestens vertraut. Genau das macht den Unterschied und hebt uns von unseren ausländischen Kollegen ab!
Unser Standard ist das 4-Augen-Prinzip. Das ist eine Übersetzung mit Qualitäts-Sicherung. Oder anders ausgedrückt: Zwei Augen übersetzen und zwei korrigieren. Jede Übersetzung wird von unseren Lektoren auf Orthographie, Interpunktion, Grammatik und Vollständigkeit geprüft.
Wem das nicht reicht, der kann den Text von uns redaktionell überarbeiten lassen: das 6-Augen-Prinzip. Dafür sind dann unsere Texter und Redaktoren im Haus zuständig.
Und wem beides zu teuer ist, dem können wir mit dem 2-Augen-Prinzip helfen: die ungeprüfte Übersetzung. Allerdings haften wir dann nicht für Fehler!
Und mit unserem CAT-Tool (Computer Aided Translation) bauen wir kundenspezifische Datenbanken auf, damit die Terminologie selbst dann erhalten bleibt, wenn der Übersetzer wechselt.
Mehr über uns auf www.usg.ch |
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