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| USG Babylon Nr. 18 |
06.05.08 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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ACHTUNG ABMELDEN |
Ein Dutzend Jahre und Wörter im Vergleich:
  
Über 3000 Wörter wurden seit 1996 in den "Kleinen Duden" aufgenommen. Das sind 300 Wörter pro Jahr, mit denen wir unseren Wortschatz vergrössern. Vor allem schafften das Allerweltsbegriffe wie Rucola, Terroranschlag, Blauhelm, Brunch, Sushi, Feng-Shui, Teletubbies, Gimmick, Internetcafé, Computerkriminalität, Wegwerfgesellschaft, Nullwachstum, Global Player, Sixpack, Junkfood, Soundtrack, Audiobook, Big Business, downloaden, mailen und Deutschenhass.
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| Mallorca: 1996 kostete ein Flug nach Mallorca umgerechnet 155 Franken. Heute gibt es ihn für 34.95 Franken. 1996 war Oligarch ein Wort aus dem Fremdwörterbuch. Heute ist ein Oligarch einer, der deinen Fussballverein kauft. Apple stand 1996 kurz vor der Pleite. Heute ist der iPod das Symbol des noch namenlosen Jahrzehnts. 1996 war China das Land mit dem Reis und der Mauer. Heute ist es das Land mit den grössten Gucci-Shops und einem gigantischen Wirtschaftsboom. Und in 10 Jahren werden chinesische Werber in New York residieren und der Welt erklären, warum chinesische Produkte so hip sind. Bis dahin hat man dann auch das Olympiadesaster vergessen. Afrika: 1996 war das Leid in Afrika gross. Heute ist es so unermesslich, dass Tausende Afrikaner in überfüllten Booten nach Europa flüchten und dabei ihr Leben riskieren. 1996 konsumierte man Kokain und Ecstasy. Heute schluckt man einen bunten Mix aus den verschiedensten Designerdrogen. Oder anders gesagt: Früher ging es bei Drogen um Rebellion, Bewusstseinserweiterung und Avantgardezugehörigkeit. Heute geht es um Selbstbelohnung, Problembewältigung und Wellnessersatz. 1996 war ein Kopftuch ein Stück Stoff. Heute ist es ein Symbol der Unterdrückung muslimischer Frauen. 1996 waren es 10'533 Tierarten, die vom Aussterben bedroht waren. Heute sind es über 16'000. Dazu kommen ertrinkende Polarbären, sterbende Hummer, verheerende Missernten und tragische Umweltkatastrophen. Durch die Klimaerwärmung steht der Erde das Wasser bis zum Hals: Das Ozonloch war 1996 22,7 Millionen Quadratkilometer gross. Heute sind es 27,5 Millionen. 1996 gab die britische Regierung erstmals zu, dass BSE auf den Menschen übertragbar ist. Heute kümmert sich kein Schwein mehr um den Rinderwahnsinn, dafür haben wir Gammelfleisch und Vogelgrippe und essen uns entweder arm oder krank. 1996 wurde die Rechtschreibereform beschlossen. Heute schreibt jeder wie er will. Nur wenn er gut und fehlerfrei schreiben will, beauftragt er die Nr. 1 zur Lösung aller nachbabylonischen Sprachprobleme: Die USG AG. 1996 war die USG Übersetzungs-Service AG 17 Jahre alt und beschäftigte 50 feste und freie Mitarbeiter. Heute ist die USG AG 28 Jahre alt und beschäftigt 95 feste und freie Mitarbeiter. |
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Senf oder Ketchup?

Es gibt zwei Dinge, die mich in der letzen Zeit nachdenklich gemacht haben: Das erste ist eine halbnackte Dame, die in einem TV-Quiz mit dem Publikum plappert und sich dabei weiter entblösst. Sie will den Namen einer Automarke wissen, die mit "A" beginnt. Da ruft ein Typ an und sagt: "BMW!". Das zweite ist die Bekanntgabe seitens der UBS über einen weiteren Verlust von 21 Milliarden Franken, was den Totalverlust der Bank auf über 41 Milliarden steigert. Und: Die Börse verdankt das mit einem Kursanstieg! Da ospelts mir das Hirn raus. |
Früher gab es solche Realitätsverluste nur mit Hilfe von LSD und ähnlichem, aber heute scheint das Absurde völlig normal zu sein, bei Bankern wie bei Quizmitspielern. Das Niveau liegt nicht einfach unter der Gürtellinie, sondern im totalen Blackout! Oder anders gesagt: Solcher Irrsinn ist Schwachsinn. Und Schwachsinn wird normal.
Das muss man sich mal vorstellen: Beim Anrufer kann es sich nur um einen Typen handeln, dem beim Anblick der Dame dermassen das Blut aus dem Hirn in den Unterleib schoss, dass er mit den verbliebenen drei Hirnzellen gerade noch das Wort BMW stammeln konnte. Beim Kursanstieg der UBS handelt es sich allerdings um ein Blackout-Massenphänomen einer weltweit agierenden Zocker-Bande, die Leute wie Bernie Cornfeld und Fernand Legros, Felix Krull und Roberto Calvi, Jérome Kerviel und den Hauptmann von Köpenick als ehrliche Betrüger dastehen lassen. Sie hatten nur das Pech, dass man sie erwischte. Und was ist die Moral von der Geschichte? Die geldgierige Zocker-Horde mit den goldenen Fallschirmen wäscht sich die Hände im Waschbecken von Pontius Pilatus und fragt sich: "Quid est veritas?" Meine ehrliche Antwort darauf: "Die Wahrheit ist die Lüge!". Da schauen wir doch lieber wieder fern mit dem Raab und seinem Song "Hadde du de Duden da?": Da bekommt der Schwachsinn Niveau und wird sogar lustig.
Wenn Sie wollen machen wir das in Zukunft auch mit der Sprache so:
Zum Zeilenpreis von 35 Euro, aber nur mit 7 Anschlägen pro Zeile. Jede weitere Sprache kostet 500% Zuschlag. Zur Korrektur geben wir die Texte ins Legasthenikerzentrum und verrechnen tun wir das Ganze zum Voraus. Also ohne Auftrag, aber dafür bekommt jeder Kunde einen Duden gratis, als Kopfkissen. Und wenn uns einer fragt, ob man den Duden statt als Kopfkissen auch als Grillwurst essen kann, dann antworten unsere Disponentinnen: "Klar, möchten Sie lieber Senf oder Ketchup dazu?"
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Der Unterschied zwischen Mann und Frau: Gefunden und gesponsert von der USG AG!
"Caveman" Siegmund Tischendorf schlägt in Zürich mit über 800 ausverkauften Vorstellungen des erfolgreichsten Monodramas in der Geschichte des Broadways alle Rekorde. "Die Theater-Sensation des Jahres! (New York Times)"
Adrian Peter, Mitinhaber der USG und Verfasser des USG-Newsletters, ist seit vielen Jahren mit "Sigi" befreundet und möchte die USG-Kunden und Babylonleser einmal nicht nur einen Artikel lang, sondern einen ganzen Abend lang unterhalten. |
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Siegmund Tischendorfs hundertprozentige Professionalität bricht in seinem testosteronschwangeren Stück über einen Neandertaler Rekorde und Herzen. Sie ist das Erfolgsgeheimnis eines Darstellers, der auf der Bühne nicht das Schmalbrüstige, sondern das Wollüstige sucht.
In Bern gibt es in den beiden Vorstellungen vom 8. und 24. Mai 2008 noch ein paar freie Plätze! Und wir, die USG AG, sponsern unseren Lesern 12 Eintritte. Anmelden per E-Mail genügt. Sollten mehr als 12 Anmeldungen eingehen, zählt das Timing: Wer zuerst schreibt, lacht als erster.
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Die Gewinner des Gourmet15box-Wettbewerbs
1. Preis
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Danielle Dubach, Spillmann/Felser/Leo Burnett |
| 2. Preis |
Regula Vogel, Wirz Werbung AG / Jonathan Schipper, Ogilvy & Mather / Jens Rigert, Shell Switzerland
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| 3. Preis |
Eva Maria Cioffi, Cornèr Banca SA / Annette Kuhnert, Bank Sarasin / Agnes Gerber, Pensionskasse Kraft Foods Schweiz / Ruth Zoebeli, Comunitas / Ann-Brita Dähler, Inselspital Bern / Menno Beindorff, Ausgleichskasse des Kts. Bern / Susanna Schmitt, Howald & Partner Public Relations / Barbara Michel, SEV / Wolfgang Johner, Johner Marketing / Patrick Jamois, KPT/CPT
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| 4. Preis |
Olivier Aurèle Schaller, Mundipharma / Indra Grünig, Emmi Fondue AG / Kathrin Zimmermann, Dr. Röthlisberger AG / Daniel Leuenberger, enon*communication gmbh
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5. Preis
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Rolf Röthlisberger, Securitas AG / Barbara Lüthi, HIV Kt. Bern / Markus Huber, Aebi & Co. AG / Jacques Zuber, Agence imédia / Barbara Mögli, CSL Behring AG |
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| Editorial |
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Die Übersetzungs-Service USG AG gibt es seit 27 Jahren. Sie übersetzt in 33 Weltsprachen. Sie beschäftigt 15 feste Mitarbeiter und 80 Freelance-Übersetzer. Ein Anruf, und Sie wissen mehr: 031 924 24 44.
www.usg.ch |
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