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| USG Babylon Nr. 15 |
01.02.08 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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ACHTUNG ABMELDEN |
| Wort-Mutanten |
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Oder die Kunst, unseren Wortschatz mit lauwarmer Luft anzureichern.
Das Rasierwasser ist tot. Der Luftsack leer, flach und platt, und selbst der Hans heisst jetzt Johnny. Es lebe das Aftershave, der Airbag und der Airport. Der Säugling wird zum Baby und der Radfahrer nennt sich Biker. Ja, selbst einfachste Geschäfte sind jetzt Business. Und das ist vor allem im Job angesagt.
Diese Sprachinflation, gedankenlose Entleerung oder Verwendung von überflüssigen Wörtern und Ausdrücken, sprich Geschwafel oder verbale Imponiergewurstel, scheint Mode zu machen. Es fehlen offenbar vielen Menschen in der Sprache die Grundlagen, sprich die Basics, und offenbar auch das Verständnis sowohl der englischen als auch der deutschen Sprache. Der Geist ist angesichts dieses Sprachen-Hooliganismus ganz überfordert, fix und fertig, kaputt und entkräftet, pardon, ausgepowert.
Doch keine Sorge: Alles easy, sagt man heute sogar auf Berndütsch und meint damit: "Nimm das Leben locker, alter Miesepeter". Doch bei solchem Lifestyle kann man schon als ganz normales Kid auf den Horror kommen, selbst wenn man absolut clean ist und sich in der City mit Fitness oder Aerobic seinen Body stählt.
Man geht ja auch nicht mehr einfach zu einer Verabredung, einem Treffen oder einem Stelldichein, nein es muss ein Date sein, schliesslich heisst der Liebhaber seit Casanovas Zeiten Lover, oder gar Latinlover, selbst wenn er aus Kleinbösingen oder Oberweil kommt. Dass dabei das schöne Techtelmechtel auf der Strecke bleibt, ist egal. Romantik wird heute auf Candle-Light reduziert.
Alles ist out, aus der Mode, veraltet, von gestern, unten durch, was nicht irgendwie nach polyvalentem anglizidem Slang, sprich nach wichtigmacherischer Fremdsprachenbrühe tönt. Da kann man nur noch zappen oder umschalten, denn in oder angesagt ist, was nicht Deutsch tönt. Apropos "in" und "nicht Deutsch": Wir übersetzen in 33 Sprachen. |
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Wort-Mutantin (oder kleine Steigerung gefällig?)
"Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine Giving-Story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das Future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated Concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer Collection miteinander combinen kann. Aber die Audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit Spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser Voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss Sinn haben für das Effortless, das Magic meines Stils."
(Jil Sander, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. März 1996)
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| Editorial: |
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Unsere Mitarbeiter sind nicht nur mit ihrem Fachgebiet, sondern vor allem auch mit den schweizerischen Eigenheiten und Helvetismen bestens vertraut. Genau das macht den Unterschied und differenziert uns von unseren ausländischen Kollegen!
Unser Standard ist das 4-Augen-Prinzip. Das ist eine Übersetzung mit Qualitäts-Sicherung. Oder anders ausgedrückt: Zwei Augen übersetzen und zwei korrigieren. Jede Übersetzung wird von unseren Lektoren auf Orthographie, Interpunktion, Grammatik und Vollständigkeit geprüft.
Wem das nicht reicht, der kann den Text von uns redaktionell überarbeiten lassen: das 6-Augen-Prinzip. Dafür sind dann unsere Texter und Redaktoren im Haus zuständig.
Und wem beides zu teuer ist, dem können wir mit dem
2-Augen-Prinzip helfen: die ungeprüfte Übersetzung. Allerdings haften wir dann nicht für Fehler!
Und mit unserem CAT-Tool (Computer Aided Translation) bauen wir kundenspezifische Datenbanken auf, damit die Terminologie selbst dann erhalten bleibt, wenn der Übersetzer wechselt.
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