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| USG Babylon Nr. 14 |
07.01.08 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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ACHTUNG ABMELDEN |
Der Super-Superlativ
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Mega, giga, hyper, hammer, spitzen muss es heute heissen! Also nicht bloss "am besten", sondern krass besser: "mega spitzenmässig gut!" So weit so gut. Hammermässig schlecht finden wir es aber, wenn Sprachschmuddels Texte schreiben wie den folgenden Satz: "Mit unserer Hilfe erzielen Sie mit minimalstem Aufwand den maximalsten Erfolg."
Der Superlativ steckt schon im Wort: "Minimus" heisst der Kleinste, so wie "Maximus" der Grösste bedeutet.
"Optimal", "einzig" oder "voll" können nun einmal nicht gesteigert werden. Macht man es trotzdem, spricht man von Hyperlativ. Darauf kann man dann nur noch mit dem allerlängsten Fluch der Bayern kontern: "Himmiherrgotzsakramentzfixallelujageluppfarregtznochemoi!" |
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Das "Rippersche Moment" in der Interpretation
Würde uns Jack the Ripper sagen, er habe seine Taten aufgrund einer Inspiration begangen, die ihn beim Lesen der Bibel überkam, so würden die meisten von uns zum Schluss kommen, er habe das Neue Testament auf eine äussert ungewöhnliche, bizarre und abartige Weise interpretiert.
Als Berufsübersetzer wissen wir, dass zwischen dem, was der Autor meint und dem, was der Leser interpretiert, Welten liegen können. Und dass nicht jede Interpretationshypothese à la "Ripper" gerechtfertigt ist.
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Im Gegenteil: Wir versuchen uns beim Übersetzen möglichst umfassend in den Autor hineinzudenken. Ein Balanceakt, der uns einerseits die sprachlichen Freiheiten eröffnet, die ein Übersetzer braucht, um gute Arbeit zu leisten und uns andererseits die Herausforderung auferlegt, so nahe wie möglich an das Original, sprich an die Autorenintention heranzukommen.
Darin üben wir uns seit mehr als 27 Jahren mit Erfolg. Nicht umsonst heisst unser Credo: "Wir wollen immer ein bisschen besser sein als das Original!" |
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Nicht jedes englische Wort ist ein Unwort
Ausdrücke wie "Laser", "Jeans", "Computer", "dopen", "surfen", "Team", "Stress" und "Internet" kennen heute auch die Freiburger, Appenzeller und Emmentaler, die Steiermarker, Bayern und Ostfriesen. So weit so gut. Aber wer weiss, dass das Wort "Wellness" eine deutsche Erfindung ist und im Englischen nicht existiert? Auch das Wort "Handy" erzeugt bei Briten, Australiern, Kanadiern und Engländern nur Kopfschütteln. Im britischen Englisch spricht man, wenn vom Mobiltelefon die Rede ist, von "mobile" und im amerikanischen Englisch heisst es schlicht "cell".
By the way, bedenken Sie, dass Englisch schwieriger ist, als wir meinen und grammatikalisch falsch angewendete Termini peinlicher sind, als scheinbar biedere deutsche Begriffe. Es gibt englische Wörter, die immer im Plural stehen, aber wie ein Singular verwendet werden, wie zum Beispiel "crossroads", "headquarters", "news". "Unser Headquarters liegt in Bern", hört sich da etwas merkwürdig an. Aber auch den "Dressman" sucht man in englischen Wörterbüchern vergebens: Dort heißt er einfach "male model". Früher, als die Kinder noch mit harter Hand erzogen wurden, hiess es: "Kinder, schert auch auf eure Plätze!" Heute, wo die Kinderhände mit Nivea eingecremt werden, heisst es: "Kinder haben sich in der Schule die Plätze zu sharen!" That's life. |
Hier stellt sich
Adrian Peter, Mitinhaber
der USG AG und
Verfasser des Babylon-Newsletter, seinen Lesern vor:
"Grüezi mitenand!"
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Editorial:
Die Übersetzungs-Service USG AG gibt es seit 27 Jahren.
Sie übersetzt in 33 Weltsprachen. Sie beschäftigt 15 feste Mitarbeiter und 80 Freelance-Übersetzer.
Ein Anruf, und Sie wissen mehr: 031 924 24 44.
www.usg.ch |
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