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| USG Babylon Nr. 13 |
01.12.07 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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ACHTUNG ABMELDEN |
Matroschkas gegen Sprachverdummung
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In der Sprache der Businesswelt operiert man gerne mit Worthülsen wie "Faktenplattform" oder mit Phrasen wie "globaler Solutionsfinder". Wir könnten ganze Bände mit solchen Flachsinnwörtern füllen und die grenzenlose Unbildung derer zur Schau stellen, die sich mit einer solchen Quatschsprache unglaublich klug vorkommen. Aber das ist ja gerade das Besondere an dieser Krankheit: Die Dummheit gibt sich gescheit. Und wer unter ihr leidet merkt es nie - nur immer die anderen.
So verstecken sich Dümmlinge gekonnt in den Chefetagen grosser Unternehmen. Ein Dummbatz, der an die Macht kommt, wird auch wieder Einfaltspinsel einstellen, die gedankenlos alles nachplappern, was er sagt. Und diese denkfaulen, hierarchiegläubigen Dödels werden sich ebenfalls alle erdenkliche Mühe geben, noch grössere Dünnbrettbohrer einzustellen, als sie selbst es sind. Bis das System schliesslich kollabiert.
Das Phänomen ist gefürchtet und funktioniert nach dem Prinzip der russischen Matroschkas: Diesen Holzpuppen, die man öffnen kann und in denen immer eine weitere identische, kleinere Puppe drin steckt.
Als kleines schweizerisches Unternehmen praktizieren wir dagegen das umgekehrte Matroschkaprinzip: Wir stellen immer wieder Leute ein, die in ihrem Fachgebiet ein bisschen klüger sind als wir. Übrigens: 32 weitere Sprachen übersetzen wir auch ins Russische. |
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| Computerchauderwelsch |
"Nachdem man den Rechner hochgefahren und sich angemeldet hat, startet man einen Blätterer. Dann geht man auf Leitung, indem man eine Verbindung zu einem Anruf-bei-Anruf-Anbieter wählt, um dann im Netz von Heimseite zu Heimseite wellenzureiten. Bei besonders schönen Seiten macht man vielleicht noch eine Bildschirmfotografie."
Das tönt, ehrlich gesagt, ziemlich bescheuert, denn wir können in der Computersprache nicht einfach die englischen Begriffe weglassen. Richtig muss es in deutscher Sprache so heissen, und das versteht man dann auch:
"Nachdem man den Computer aufgestartet und sich eingeloggt hat, wählt man einen Browser. Dann geht man online, indem man eine Verbindung zu einem Call-By-Call-Provider herstellt, um dann im Internet von Homepage zu Homepage zu surfen. Bei besonders schönen Seiten macht man vielleicht noch einen Screenshot." |
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| Deutschrenaissance in Frankreich... |
... oder was die Politik von der Popmusik lernen kann.
Was bilaterale Regierungsgespräche, Tourismusexperten und staatlich beauftragte Imagepfleger nicht zustande gebracht haben, hat nun die Magdeburger Popgruppe Tokio Hotel geschafft. Die Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich sind sich einig: |
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| Deutsch ist geil! Nach ihrer Tournee hat die Rockband in Frankreich einen beispiellosen Boom von Deutschkursen ausgelöst. Tausende filles et garçons zwischen 10 und 14 lernen die deutschen Texte auswendig und singen sie nach. Und alle wollen sie früher oder später verstehen, was sie da singen. Mit ihren Liedern über Liebe, Wut und Weltschmerz treffen Tokio Hotel offensichtlich genau den Nerv der französischen Teenies. Deshalb möchten viele wieder lieber Deutsch lernen statt Spanisch. Die beiden Regierungen haben bereits reagiert und geben ein zweisprachiges Geschichtsbuch für beide Länder heraus. Tokio sei Dank! |
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Editorial:
Die Übersetzungs-Service USG AG. Unsere Übersetzerinnen und Übersetzer arbeiten immer noch mit dem Kopf, dies in mehr als 33 Sprachen weltweit und in allen erdenklichen Bereichen: Ob Werbebroschüre, Homepage oder technisches Handbuch, Jahresbericht oder Polizeirapport, Anlageprodukt oder Versicherungsvertrag, ja auch der Liebesbrief und das Scheidungsurteil sind bei uns in besten Händen.
www.usg.ch |
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