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USG Babylon Nr. 11 01.10.07
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN
Von Harnpropheten, Zungenhelden und Nachtmützen
Wörter werden geboren, dann gebraucht, und irgend eines Tages verschwinden sie, weil sie niemand mehr in den Mund nimmt. Oder weil die Dinge, die sie bezeichnen, ebenfalls verschwunden sind, wie der Harnprophet, der Leibrock, der Urtheiler, oder das Tollhaus.

Wer weiss noch, dass ein "Oberstrich" ein Apostroph ist? Dass "Schwäher" und "Schwieger" einst Schwiegervater und Schwiegermutter in Persona waren? Und dass "englisch" nicht einfach für das Land und die Sprache stand, sondern "engelsgleich" bedeutete? Schade ist es um die witzige "Kammerlauge", die heute als Urin ein steriles Dasein fristet. Auch das eindrucksvolle "Gemächt" (Penis) hat es nicht bis in die Neuzeit geschafft. Ein träger Mensch ist heute eine "Penntüte" oder ein "Schlaffi", aber nicht mehr eine "Nachtmütze". Und aus "Negern" wurden zuerst "Schwarze" und aus "Schwarzen" dann "Farbige". So wie aus "Propaganda" "Reklame", dann "Werbung" und schliesslich "Kommunikation" wurde. Als Übersetzungsbüro kennen wir uns mit solchen Phänomenen des Sprach- und Bedeutungswandels natürlich bestens aus: www.usg.ch



 
   
Schimpfen befreit 

Wer schimpft, benimmt sich unhöflich und respektlos. Schimpfen gilt als proletarisch, als Gassen- und Gossengewohnheit. Ungestraft beschimpft nur der Meister den Lehrling, der Lehrer den Schüler und der Vater das Kind. Umgekehrt könnte eine Äusserung wie "du fauler Hund" schlimme Folgen haben.

Interessant ist, dass Schimpfen und Kosen nahe beieinander liegen. Eine Fratze schneiden ist zweifellos unflätig. Aber ein süsser Fratz ist Ausdruck der zärtlichsten Gefühle. Gewöhnlich schimpft man auf einzelne Personen, aber es gibt auch Schelten für ganze Berufe, wie "Pillendreher", "Sesselfurzer" oder "Zahnklempner". Oder es gibt die ethnischen Schelten wie "Spaghetti", "Japse", "Kümmeltürke", "Kanake" oder "Kraut".

Kurz: Eine "Zuttel" ist eine Schlampe oder liederliche Frau, während es sich bei der "Sumpfblüte" um eine hübsche Prostituierte handelt. Als "Tunten" werden Homosexuelle in Frauenkleidern bezeichnet, ein "Sülzkopp" hingegen ist schlicht ein Dummschwätzer. Gesteigert wird das nur noch durch den "Babbelarsch", der ausser dumm auch noch lästig ist. Und ein "Seppel" bleibt das, was er ist: Ein Seppel! Und uns, ja uns können Sie gerne als "Sprachfetischisten" bezeichnen. Wir schimpfen auch fliessend in 33 Sprachen.




 

 
     
Null Problemo  
Es gibt immer mindestens drei Ansichten eines Problems: Ihre Sicht; unsere Sicht; und die Wahrheit. Beim Übersetzen liegen die Dinge ähnlich: Es gibt das, was der Autor beim Schreiben denkt. Dann das, was der Übersetzer glaubt, was der Autor beim Schreiben gedacht hat. Und schliesslich das, was sich der Leser denkt, wenn er zur Überzeugung gelangt, das hätte sich der Autor so gedacht. Wörtlich übersetzen oder frei übersetzen, das ist immer die Frage. Und wenn wörtlich eben nicht geht, müssen wir uns mit der "Treue" zum Autor und der "Treue" gegenüber dem Leser auseinandersetzen und einen Filter einbauen: den der sprachlichen Angemessenheit.

Aber in Tat und Wahrheit wollen wir als Übersetzungsbüro nichts weiter, als zufriedene Auftraggeber, die sich nie mehr Gedanken über Probleme, Autorenintentionen oder Übersetzerinterpretationen machen müssen. Weil die Käufer gerne kaufen, wenn man sie mit der richtigen Tonalität anspricht. Wahrheiten hin oder her: Wir schreiben in 33 Sprachen zielgruppengerecht.
   
Editorial:  
Die Übersetzungs-Service USG AG gibt es seit 27 Jahren. Sie übersetzt in 33 Weltsprachen. Sie beschäftigt 15 feste Mitarbeiter und 80 Freelance-Übersetzer. Ein Anruf, und Sie wissen mehr: 031 924 24 44.

www.usg.ch


 
   

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