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USG Babylon Nr. 8 02.07.07
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN
Über Slam Poetry, Grunge und Hardcore-Sprachfetischisten
In der deutschen Sprache ist Samplen, Mixen und Crossover angesagt. Die Sprachen fusionieren wie die Megakonzerne untereinander ... nur viel lockerer: Deutsch mit Englisch, Türkisch mit Deutsch. Die Grenzen der Sprachen verschwimmen, sie verblassen oder lösen sich im Grossstadtjargon auf. Kurz: Die deutsche Sprache ist im "Flow".

Die neue Generation fühlt sich, mit wenigen Ausnahmen, nicht mehr einer Nation, Religion oder Ideologie verpflichtet. Im Gegenteil, sie ist durch Szenen, Marken, Trends und Stile weltweit vernetzt. Und das verändert das Denken und das Sprechen.
 
Charles Bukowski
 Wer vor dem Computer sitzt, ist ein User. Wer auf einer Party ein User ist, konsumiert Drogen. Wer beim Sport switcht, wechselt die Fussstellung auf dem Board. Wer in der Liebe switcht, wechselt den Freund oder die Freundin im Bett.

In ist, was Englisch tönt. Während unsere Grosseltern die Cakes noch zu Keksen verdeutschten, schlucken wir die Corn Flakes im Original. Dabei gäbe es keinen Grund zur Sorge, besonders wenn man bedenkt, wie einfach wir die Fremdwörterinvasion mit den Mitteln unserer eigenen Sprache eindämmen könnten:

Statt Lokalanästhesie - örtliche Betäubung. Statt Schikane - Argwille. Statt Prozent - Hundertstel. Statt primitiv - urtümlich. Aber darum geht es gar nicht. Sprache ist Statussymbol und schafft Zugehörigkeit.

Wichtiger ist vielmehr, dass man ein waches Auge auf das Verfallsdatum von Szenewörtern hat. Jenes rätselhafte Phänomen, bei dem ein sprachlicher Ausdruck urplötzlich passé ist und dann ganz schnell grotesk wirkt. Damit outet man sich dann als Wannabe, Problemiker oder Warmduscher.

Zugegeben, die deutsche Sprache macht was mit. Da kann man sich nur noch wegbeamen oder neu erfinden. Aber sicher ist, die Szenesprache macht Tempo, bereichert den Wortschatz und ist kreativ, voll verschärft und quicklebendig. Mehr darüber auf unserer Homepage www.usg.ch unter "Szenesprache".
   
"Denglisch ist kein Thema"
Jahr für Jahr tauchen im Deutschen gut 5000 neue Wörter auf. Etwa 300 von ihnen schaffen den Sprung ins Alltagsdeutsch. In Tat und Wahrheit gibt es keinen Grund zur Sorge: Zwei Drittel der Fremdwörter stammen immer noch aus dem Griechischen und Lateinischen und nicht aus dem Englischen. Bis jetzt sind nur knapp vier Hundertstel unseres Gebrauchswortschatzes englischer Herkunft. 
     
Wer schneller klickt, gewinnt  
Gewinnen Sie 10 x

Die ersten 10, die uns sagen können, was "dissen" heisst, gewinnen je ein "Duden Wörterbuch der Szenesprachen".

Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet das Los.

 
     
Editorial:
Die Übersetzungs-Service USG AG gibt es seit 27 Jahren. Sie übersetzt in 33 Weltsprachen. Sie beschäftigt 15 feste Mitarbeiter und 80 Freelance-Übersetzer. Ein Anruf, und Sie wissen mehr: 031 924 24 44.

www.usg.ch
 
     

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