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| USG Babylon Nr. 6 |
02.05.07 |
| Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme |
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges |
Guten Tag liebe Leser
Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.
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| Wunderliches aus Helvetien |
Wussten Sie, dass in der Schweiz Finken und Fleischvögel nicht fliegen können und man eine Schale trinken kann? Und dass «angefressen» etwas mit der Begeisterung zu tun hat, mit der wir Texte übersetzen, während «absitzen» hingegen absolut nichts Kriminelles ist, sondern schlicht und einfach «sich setzen» bedeutet? Und dass es kein Geschenk ist, wenn man ein Telefon bekommt, sondern bloss einen Anruf von der Schwiegermutter oder vom Chef bedeutet?
Auf Deutsch sind Mohrenköpfe «Negerküsse», und Möhren sind auf Schweizerisch «Rüebli». Mit «schälen» meint man in der Schweiz pellen und «schmecken» bedeutet riechen, während scharf gewürzt «rassig» heisst.
Ein Pneu ist ein Reifen. Den sollte man allerdings nicht mit Pirellis verwechseln, denn diese werden um die Hüften getragen. Kate Moss zum Trotz. Aber die spricht ja auch kein Schweizerdeutsch.
Leider vergessen wir das immer wieder, wenn wir Hochtütsch parlieren. Denn bei unserem grossen Nachbarn sorgt unsere mittelhochdeutsch-alemannische Ausdrucksweise stets für Verwunderung.
So wie wir mit Apfelsinen und Pomeranzen nicht viel anfangen können. Oder wenn wir gar von Pampelmusen hören, da wird es uns Helvetiern ganz flau im Magen. Im Gegenzug wissen die Teutonen nicht, was eine Papeterie ist, oder ein Car oder ein Camion.
Wer seinen Benz gelassen in Deutschland parkt, der muss in der Schweiz schon parkieren. Und wer falsch parkt kriegt ein Knöllchen, aber wer falsch parkiert kassiert eine Busse. Nichtwissen macht was: In der Schweiz gibt es dafür schlechte Noten, in Deutschland dagegen miese Zensuren.
Aber der Röstigraben ist fast so einmalig wie der Weisswurstäquator. Beide markieren den Verlauf von Mentalitätsgrenzen - zwischen der frankophonen und der deutschsprachigen Schweiz oder eben zwischen dem Freistaat Bayern und dem übrigen Deutschland. Der «Rideau de rösti» (wie früher der Eiserne Vorhang), so nennen die Romands den Röstigraben, zeigt sich vor allem im Abstimmungsverhalten der Stimmbürgerinnen und -bürger, denn Rösti isst man auf beiden Seiten. |
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| Ganz schön spanisch, das Chinesisch: |
| Das Chinesische kennt nur die Infinitivform der Verben, sonst nichts, keine Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Keinen grammatischen Kasus, keinen Genus. Da kann man sich als Laie zu Recht fragen, wie man es wohl in China schafft zu kommunizieren. Antwort: Fragen Sie einfach uns! |
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| Editorial: |
Die Übersetzungs-Service USG AG. Wer Wert auf Schweizer Qualität, Kompetenz und Computer Aided Translations legt und findet, eine 27-jährige Tradition des Übersetzens in 33 Sprachen sei schon so etwas wie ein eindeutiges Besessenheitszeugnis für die weltweite Kommunikation, der ist bei uns an der richtigen Adresse. www.usg.ch
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