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USG Babylon Nr. 32 02.06.09
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN

 

 Übersetzer leben gefährlich!
 

Islamgelehrte bewerten „unvollständige Übersetzungsarbeit“ als Gotteslästerung und verurteilten die beiden Koran-Übersetzer Ahmad Ghaus Salmai und Muschtak Ahmad am 15.02.09 zu 20 Jahren Haft. Mordanschläge gab es aber auch auf die Übersetzer von Salman Rushdie, die das Buch „Die Satanischen Verse“ übersetzten: Am 3.7.1991 wurde Ettore Capriolo in Mailand von einem Iraner niedergestochen. Am 12.7.1991 der japanische Übersetzer Hitoshi Igarashi und am 2.7.1993 der türkische Übersetzer Aziz Nesin. Der Italiener überlebte den Anschlag nicht.

 

Yes, we can! Oder der neue sprachliche Aufschwung

„Yes we can ... do it better“, verkündete der Chef, Pardon der Manager des „Customer Care Concepts“, nachdem er herausgefunden hatte, dass am „Customer Care Desk“ gepennt wurde, was das „Service Management“ und vor allen Dingen das „After Sales Management“ anging. „Alles nur eine Frage der richtigen Wortwahl, und wer am Arbeitsplatz schläft, fliegt!“, wetterte er und beschloss kurzerhand, den ganzen Kundendienst aufzulösen und ihn fortan „Service Center“ zu nennen. „That’s it!“, grunzte er zufrieden und strich sich über den Bauch. Das hatte solch durchschlagenden Erfolg, dass dann aus dem „Service Center“ ein „Support“ wurde und aus dem „Support“ eine „Hotline“, aus der dann schlussendlich das „Call Center“ hervorging, an dessen Spitze er sich setzte, als ... „Call Boss!“

 

Noch eine deutsch-englische Geschichte gefällig? Diese hört sich an wie die vom Froschkönig, nur viel nasser, und sie heisst…

 

Wie aus einer „Putzfrau“ eine „Cleaning Lady“ wurde. Geküsst wird allerdings nicht der Frosch in dieser Geschichte, in welcher es um Stundenfrauen, Besorgerinnen, Hausmädchen, Putzhilfen, Scheuer-, Aufwarte- und Zugehfrauen geht. Im Gegenteil, es geht ums Putzen, Reinigen und Saubermachen, und zwar gründlich, um nicht zu sagen porentief rein, was wiederum nur die Steigerung von sauber ist. Anyway. Nachdem also die adrette Bedienerin des Grafen von und zu Rotz ihre Stelle wegen ungräflichen Benehmens seitens der Herrschaft gekündigt hatte und der Majordomus, zu Deutsch der Hausmeier oder Kastellan, vergeblich in der regionalen Presse eine Putzfrau oder Reinemachefrau für seinen Herren gesucht hatte, kam er auf den rettenden Einfall, eine Raumpflegerin zu suchen, nach dem Prinzip Kleider machen Leute und Namen auch. Doch der Erfolg blieb weiterhin aus, selbst als aus der Raumpflegerin, ein Hausmädchen gemacht wurde. Und auch als Hausdame mochte niemand beim Grafen putzen, hatte sich die unrühmliche Geschichte von der hübschen Bedienerin doch im ganzen Dorf herumgesprochen, und vom Tüdelidü der Gouvernanten und Haushälterinnen hatte der Graf genug. „Cleaning Lady, das ist es“, rief der Majordomus, inspiriert von Lady Chatterley, die er unter der Bettdecke diskret zu Ende gelesen hatte. Nachdem er die neue Annonce im Stadt- & Landboten geschaltet hatte, konnte er sich vor Bewerberinnen kaum retten und unter den vielen hübschen, jungen Mädels die Schönste aussuchen, weil er das Inserat mit „melden Sie sich bitte beim Mayor of the Palace“ signiert hatte. Danach kündigte auch er seine Stelle beim Grafen und heiratete das „englische“ Stubenmädchen. Und wenn er nicht gestorben ist, dann putzt der Graf jetzt selber.

 
Und die Moral von diesen Geschichten? Nicht alles was englisch oder amerikanisch tönt, ist das Gelbe vom Ei – ausser in Märchen! Kein Märchen aus 1001 Nacht sind allerdings die 33 Sprachen, in die wir seit 30 Jahren erfolgreich übersetzen: Märchen, Banken- und finanztechnische Berichte, juristische Gutachten und ... Liebesbriefe!

 

Kaminskis Klartext: Beim USG BPO (Business Process Outsourcing) können Sie bis zu 20% einsparen, statt alles selber zu machen.

Bereits in den 90er Jahren hat ein Umdenken stattgefunden: Großunternehmen lassen übersetzen, statt intern alles selber zu machen. Und das ohne Qualitätsverlust, denn spezialisierte Sprachdienstleister wie die USG AG definieren Sprache als Kernkompetenz und können so günstiger und flexibler arbeiten, was Tempo und Qualität angeht. Wir optimieren den gesamten Sprachprozess unserer Kunden, und das kann ihnen ganz beträchtliche, substanzielle Einsparungen von bis zu 20% bringen. Wer noch mehr einsparen will, kann seine bisherigen firmeninternen Sprachspezialisten zu uns outsourcen. Anfragen kostet bekanntlich nichts!

Anlässlich des 2. Deutschen Verbrauchertags sagte Bundeskanzlerin Frau Merkel am 12.05. 2009 in Berlin:

 

Wenn wir Kennzeichnungen als eine Möglichkeit der Informationen wählen, muss unser Ziel sein, dass sie leicht verständlich und auf das Wesentliche reduziert sind (…). Ich persönlich – das mag mit dem zunehmenden Alter zusammenhängen – stelle immer wieder fest, dass Gebrauchsanleitungen für technische Geräte oft sehr schwierig zu verstehen sind. Ich habe immerhin Physik studiert und denke mir, dass ich nicht ganz ungebildet bin. Man ist froh, wenn man den Text irgendwo auf Deutsch findet.

 

Diesem staatlichen Aufruf zu mehr Klarheit möchte ich nur noch hinzufügen, dass er besonders dann ernst zu nehmen ist, wenn es um Übertragungen in die deutsche Sprache und von der deutschen in die verschiedenen EU-Sprachen geht. Gleichgültig, ob es sich um Bedienungsanleitungen, Anfragen, Werbetexte oder hochkomplexe wissenschaftliche Texte handelt. Da sind wir mit Frau Merkel einig!

 

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