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USG Babylon Nr. 31 04.05.09
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN

 

Beim Übersetzen geht es mehr um den EQ
und weniger um den IQ.

Nicht dass unsere Übersetzer dümmer wären als andere. Nur, Intelligenz ist relativ. Denn wer einen hohen IQ hat, löst in einem Test mehr Aufgaben als der Durchschnitt. Der Intelligenzforscher James Flynn entdeckte, dass der Durchschnitts-IQ seit 1900 um 30 bis 50 Punkte gestiegen ist. Aber unsere Vorfahren waren nicht dümmer als wir! Vor hundert Jahren hätte man auf die Frage „Was haben Hunde und Hasen gemeinsam?" bloss anders geantwortet: "Mit Hunden jagt man Hasen!" – eine völlig unpassende Antwort auf heutigen IQ-Tests! „Hasen sind Säugetiere“, lautet die richtige Antwort zum Punkten. Intelligenzmessung ist also mitunter reine Willkür. Und damit genauso gut wie ein Horoskop, kombiniert mit einem grafologischen Gutachten.

Abgesehen davon ist einer, der abstrakt denken kann, nicht unbedingt intelligent. Denn das abstrakte Denken ist keine kritische Intelligenz. Kritische Intelligenz ist die Fähigkeit, Gegebenheiten zu hinterfragen. Abstrakt denken zu können, lässt den Probanden lediglich im Test gut abschneiden, aber es sagt nichts über seine Kreativität aus. Der Begriff "Emotionale Intelligenz" (EQ) bezeichnet dagegen die Fähigkeit, auch den gesunden Menschenverstand, zu gebrauchen. Nach Daniel Goleman setzt sich Emotionale Intelligenz aus fünf Elementen zusammen: 1. Selbstbewusstheit, 2. die Fähigkeit, sich selbst unabhängig von finanziellen Anreizen oder Status motivieren zu können, 3. planvolles Handeln in Bezug auf Zeit und Ressourcen, 4. die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen aufzubauen, und 5. die Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen und angemessen auf sie zu reagieren. Das machen wir und unsere EQ-Übersetzer, die alle auch über einen hohen IQ verfügen, seit 30 Jahren in 33 Sprachen.

 

Rotkäppchen auf Amtsdeutsch: Ein wahres Märchen.

„Vor ihrer Inmarschsetzung wurde R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs "Verlassens der Waldwege auf Kreisebene" belehrt. Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Übertreten des amtlichen Blumenpflückverbotes einem amtlich nicht gemeldeten, wenngleich polizeilich einschlägig bekannten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in gesetzmässiger Amtsanmassung Einsichtnahme in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, dass R. zu ihrer verschwägerten und verwandten, im Baumbestand angemieteten Großmutter eilend war.“

Ein gutes, einwandfreies Amtsdeutsch zeichnet sich durch eine ausgeprägte Vorliebe für Substantive und die Substantivierung und Adjektivierung von Verben aus. Aber auch die Häufung sinnleerer Verben wie "durchführen", "vornehmen", "tätigen", "erfolgen" darf nicht fehlen, so dass man nur noch aus dem Zusammenhang (oder gar nicht) erkennen kann, wer die handelnde Person ist. Einige Bürokraten haben es in dieser Hinsicht zu wahrer Meisterschaft gebracht. Die folgenden Beispiele sind nicht etwa als Witz gedacht, sondern amtlicher Ernst:
Ein Kind, das zur Schule geht, wird "beschult". Der Blinker am Auto wird zum "Fahrtrichtungsanzeiger". Und Unkraut wird zur "Spontanvegetation". Briefmarken sind selbstverständlich nicht Briefmarken, sondern "Postwertzeichen". Aber spitzenmässig amtlich finden wir die Begriffe "Rechtsbehelfsbelehrung", oder – bitte festhalten – "Kostenzusageübernahmeerklärung". Übertroffen wird das nur noch von der Wuppertaler Oberbeamtengilde, die ihren Bürgern im folgenden Text erklärt, wer einen Führerschein bekommt und wer nicht:

"In Anwendung des § 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) – in der zurzeit gültigen Fassung – ist die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen zu erteilen, wenn bei dem Bewerber nicht Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist."
 
Falls Sie aber Wert auf ein klares Deutsch legen, das auch Beamte verstehen, empfehlen wir Ihnen unsere Redaktoren und Korrektoren. Seit 30 Jahren kämpfen wir gegen die sprachlichen Auswüchse des Amtsschimmels:
www.usg.ch

 

Gammelfleischparty
So heisst das Jugendwort des Jahres 2008. Es bedeutet eine Party für Menschen über 30 Jahre. Das Wort des Jahres 2008 hingegen heisst: Finanzkrise! Platz 1 vor "verzockt".

 

Kaminskis Klartext 3. Folge:
Endlich da! Kommunikationslösungen für Teutonen.

Für den "Global Citizen" gibt es nur zwei Arten von Marken: geile Marken und schlappe Marken. Und auch in der Markenwelt selbst wird es nur noch eine Zweiklassengesellschaft geben: Megabrands und Nischenmarken. Und diese Marken und Brands müssen weltweit richtig verstanden werden. Gefragt ist da nicht eine schnöde Übersetzung, sondern eine Ideenübertragung.

Marken bieten dem heutigen Menschen oft mehr Identifikation als die eigene Familie, die Religion oder der Staat. Genau so wie Menschen in eine Sprache und eine Landschaft hineinwachsen, nehmen sie auch Marken als Teil des Lebens wahr.  

Sie und ich wissen, was es bedeutet in sechs Wochen ein Produkt in einem anderen Land einzuführen: Dokumentationen, PR-Berichte, Prospekte, Verkaufsfolder usw. müssen in mehrere Sprachen übersetzt werden. Dafür setzen wir pro Sprache ein spezielles Team mit entsprechendem Know-how ein. Zuerst wird sichergestellt, dass in allen Sprachen die richtigen Fachbegriffe verwendet werden. Nur so können die benötigten Dokumentationen effizient und schnell übersetzt werden. Das Beherrschen von multilingualer Unternehmenskommunikation wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Marketing. Und Erfolg ist alles! Das kommt vor allem den Unternehmen zugute, die Texte brauchen, die über den blossen Sprachentransfer hinausgehen, sei es in der Werbung, im PR-Bereich oder für Technologiedienstleistungen.

Seit 30 Jahren machen wir nichts anderes als mit Sprachen umzugehen nach dem Motto: Wir wollen immer ein bisschen besser sein als das Original! Mehr über uns und wie wir mit Kunden und Sprachen umgehen auf:
www.usg-stuttgart.de

 

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