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USG Babylon Nr. 38 02.12.09
Offizielles Publikationsorgan der USG AG zur Lösung nachbabylonischer Sprachprobleme
Direkt von der Sprachenfront:
Neues, Witziges, Unglaubliches und Bösartiges
Guten Tag liebe Leser

Das ist der etwas andere Newsletter der USG AG, direkt von der Sprachenfront.


ACHTUNG ABMELDEN
tlhIngan Hol Dajatlh’a’: Sprechen Sie Klingonisch?
qay’be’: „Kein Problem“, müssten Sie jetzt antworten, wenn Sie sich mit einem der faszinierendsten Völker in Star Trek unterhalten möchten. Klingonisch (Eigenbezeichnung: tlhIngan Hol) ist eine künstliche Sprache, die 1984 vom amerikanischen Linguisten Marc Okrand im Auftrag der Filmgesellschaft Paramount entwickelt wurde, weil bisher ausserirdische Völker in Science-Fiction-Filmen nur ein unverständliches Kauderwelsch sprachen. Dagegen sollten die Klingonen der Star-Trek-Serie eine richtige Sprache mit realistischem Hintergrund erhalten.
Um der Sprache einen möglichst fremden Klang zu geben, stattete Okrand sie mit vielen Zungenbrechern aus. Zur weiteren Exotik trägt die Satzstellung Objekt–Prädikat–Subjekt sowie der Typus der agglutinierenden Sprache mit fünf Klassen von Nominalsuffixen und neun Klassen von Verbalsuffixen bei. Da es sich bei den Klingonen um ein kriegerisches Volk handelt, ist auch ihr Sprachgebrauch entsprechend schroff. Zur Begrüssung sagen sie (wenn überhaupt irgend etwas) „nuqneH“, was wörtlich „Was willst du?“ heisst. Und um Ihnen darauf eine ehrliche Antwort zu geben: Wir wollen Ihre Übersetzungen! Und zwar alle, jetzt, hier und heute. Nachdem wir, die USG AG, nun alles gesagt haben, worum es uns hier geht, verabschieden wir uns von Ihnen auf Klingonisch mit „Qapla’“, was auf gut Deutsch „Erfolg“ heisst.

 

 

Meica Bratmaxe oder die Sprachoffensive im

Wurstsortiment

Das Regal kennt keine Krise, nur Wachstum. Neben dem Cervelat liegen die Nürnberger Rostbratwürste. Bayrische Weisswürste gibt’s ja schon länger. Und von italienischen Spezialitäten und französischem Käse wollen wir hier gar nicht reden. Im Coop vis-a-vis gibt’s Halal-Fleisch für Muslime und ein ganzes Sortiment an Balkanspezialitäten wie Feigenstrudel oder Ozujsko-Bier. Aber auch chinesische Spezialitäten und Sushi aus Japan stehen zuvorderst in den Kühlvitrinen.

Spanischer Chorizo und Patanegra-Schinken sind schon fast Dialekt: „Gib mer no d’Schorissoh überä u äs Stückli vom däm feine Negerpata.“ Das sind zweifellos die schönen Seiten des neuesten Bevölkerungswachstums in der Schweiz.

Freuen tun sich auch die Arbeitgeber, die jetzt neben 1000 Biersorten und der opulenten Bratwurstvielfalt auch noch die Arbeitskräfte beliebig auswählen können. Wir als Übersetzungsdienstleister freuen uns natürlich auch über die grösste Migrationswelle seit zwanzig Jahren, weil wir mehr Zeugnisse, Dokumente und Lebensläufe aus aller Herren Länder übersetzen dürfen. Und ein seliges Lächeln hat auch die Regierung im Gesicht, die dank der Personenfreizügigkeit von „Zuwanderung“ und „Wachstum“ spricht, aber sich im Grunde des Herzens an den neuen Steuerzahlern freut. Auch der erwünschte Kindersegen stellt sich wie von selbst ein: Die zugewanderten Ausländer bringen doppelt so viele Kinder auf die Welt wie die Schweizer. Nur die Schweiz selbst ist nicht gewachsen. Weder flächenmässig noch geistig, wie man an den Leerflügen des Bundesratsjets sieht.
Doch zurück zur Sprachoffensive: In unserem Regal stehen Ihnen ausser Arabisch, Japanisch und Chinesisch jetzt auch fast alle Balkansprachen zur Verfügung – und von allem nur das Feinste: www.usg.ch, die mit den Sprachen aus dem obersten Regal!

 

 

Paralleltext-Sammelmaschine von Google:

Übersetzungsbüro oder was?

Die Suchmaschine von Google ist das grösste Translation-Memory-System der Welt. Mit seinem Tanslation Center stellt Google für Laienübersetzer eine verlockende Arbeitsumgebung zur Verfügung. Im Gegenzug müssen sie den Ausgangs- und Zieltext den Google-Leuten überlassen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Hingegen scheidet – wegen der fehlenden Vertraulichkeit – das Google-Übersetzerportal für Berufsübersetzer aus. Vorläufig. Federführend beim Google Translation Center ist der Deutsche Franz Josef Och (s. Blog „Google Blogoscoped“).

 

 

Kaminskis Klartext:

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Das gilt besonders für die Übersetzungen, Briefe, Angebote und Verträge, die Ihr Unternehmen repräsentieren sollen. Wir, die USG AG, sorgen seit über 30 Jahren dafür, dass Ihr erster Eindruck überzeugt. Und in 33 Weltsprachen begleiten wir Sie vom Entwurf über die Aufbereitung bis hin zum Druck und zur Archivierung Ihrer Texte.

Wir beschäftigen 106 Mitarbeiter und machen alles, was mit Sprachen zu tun hat.

Bleiben wir beim Eigenlob: Seit gut 10 Jahren arbeiten wir mit Trados, dem Computer-Aided-Translation-Tool mit Language Memory, das erkennt, wann wir für Sie schon einmal einen Begriff oder einen Satz übersetzt haben. Damit arbeiten auch alle unsere freien Mitarbeiter. Da können Sie uns bei Wort nehmen!

 

 

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