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Das ABC der Szene
abturnen:
beamen:
Chill-out:
dissen:
Echtzeit:
Flashen:
Grunge:
Hardcore:
Icon:
Kick:
Link:
Mousepotato:
Nerd:
Ollie:
Plug-in:
Quick and dirty:
Rave:
Slash:
Trojaner:
User:
Vibes:
Website:
ZIP:
 
abturnen:

Das Gegenteil von anturnen. Abturnend sind Erlebnisse, die den Abend verderben. Oder wenn die neue Freundin mit dem besten Freund rummacht. Kurz, abturnend ist alles, was Dich niederschmettert, flach oder kaputt macht.

Ollie:

Um ein echter Skateboarder zu werden, geht ohne diesen Grundsprung nichts. Aus ihm werden sämtliche weiteren Tricks abgeleitet. Der Name Ollie geht auf den Spitznamen des Erfinders zurück.

Icon: (Icon = Ikone, Symbol)

Ein Bildsymbol auf dem Computer – ein Icon – gibt den Inhalt eines Programms oder eines Befehls an.

Website: (web = Netz und site = Ort, Lage)

Meistens wird die Website Site oder Page genannt. Damit ist ein Standort im virtuellen Raum gemeint, an den man beim Surfen durchs Netz andocken kann.

Slash: (Der Schnitt)

Das Trennungszeichen ( / ) ist ein fester Bestandteil von Internetadressen.

User:

Der User kann Nutzer von Computern oder Computerspielen sein, aber auch Drogenkonsument.

Rave: (Die Fete)

Die Raver folgen dem Lockruf der DJs. Die zwingende Verbindung von Rave, Techno und Kommerz gibt es allerdings nur im deutschen Sprachraum. In England zum Beispiel lassen Rave-Partys auch andere Musikstile zu.

Trojaner: (Abkürzung von Trojanisches Pferd)

Bezeichnung für ein heimtückisches Programm, das verdeckt operiert, ohne dass es der User merkt. Hacker benutzen Trojaner um Daten auszuspionieren.

Vibes: (Abkürzung von engl. Vibrations = Schwingungen)

Die guten Vibes sind spürbar und hängen als Schwingungen in der Luft. Menschen, die schlecht drauf sind und bad-vibes ausstrahlen, sollten lieber die Homebase hüten. Sprich zu Hause bleiben.

ZIP: (Abkürzung von engl. zig zag inline = Reissverschluss)

ZIP ist das im Internet häufigste Format für die Komprimierung von Daten. Es arbeitet ohne Verlust, das heisst, die Daten werden beim Auspacken wieder in den Originalzustand gebracht. In der Mode hat sich der Zipper (Reissverschluss) ebenfalls einen festen Platz erobert, denn je nach Bedarf kann etwas entfernt oder angeheftet werden.

Mousepotato:

Nach dem Couchpotato folgt der Mousepotato, der Computerhocker. Das sind Menschen mit blasser Gesichtsfarbe, roten Augen und Hornhaut an den Fingerkuppen, die sich beim ewigen Surfen und Chatten so total die Realität wegbeamen, dass ihnen sämtliche nützliche Freizeitbeschäftigungen, wie mit dem Hund spazieren gehen oder der Frau sprechen, flöten gehen.

Quick and dirty: (schnell und schmutzig)

Ursprünglich meinte man damit die Qualität eines sexuellen Abenteuers, das nicht besonders zärtlich war. Im Chatslang ist es das vernichtende Urteil über eine schnell zusammengestrickte Software, die nicht besonders effizient ist.

Plug-in: (to plug in = anschliessen)

Wer grafische Seiten betrachten will, die nicht im HTML-Format (Hyper Text Markup Language, damit meint man den Programmiercode der Bildschirmseiten im World Wide Web) vorliegen, braucht Programmkomponenten, die Plug-ins, die das Lesen resp. das Betrachten dieser Seiten ermöglichen.

Nerd: (Nerd = Schwachkopf oder Dummbatz)

Die Steigerungsformen des einsamen, unverstandenen, sozial isolierten Computerfreaks mit hervorragenden Kenntnissen über Videospiele und Computer gehen vom Mousepotato stufenlos in den Nerd über. Nach dem Nerd gibt es nur noch eine Steigerungsform: Die des Cyberjunky!

Kick: (Kick = Schwung, Spass)

Früher holte man sich die auf der Route 66. Heute bringt die besagte Mutter aller Strassen die Kiddies höchstens noch zum Gähnen. Für den besagten Kick braucht man heute ein Girl oder einen Stecher – bloss keine Wannabes (Möchtegerns) oder Warmduscher.

Flashen: (to flash = aufblitzen, aufleuchten)

Wenn der Sound «voll geflasht» hat, ist das eine Topbewertung. «Dein Style flasht total» ist also als Kompliment zu verstehen. Die 68er kennen nur Flash Backs, aber das ist eine andere Geschichte.

dissen: (disrespect = Missachtung)

Wer disst, ist anderer Meinung,
wer gedisst wird, ein Außenseiter.

Echtzeit:

Bei Live-Übertragungen ohne nennenswerte Zeitverzögerungen ist von Echtzeit die Rede. Also BigBrother sehen ohne Zeitverlust, wenn auch die Protagonisten alles andere als echt sind.

Hardcore: (hard = hart und core = Kern)

Ursprünglich meinte man damit Pornofilme. Aber heute bedeutet es immer mehr das kompromisslose Durchsetzen des eigenen Egos, ohne Rücksicht auf Verluste. Hardcore- Fans haben dasselbe Motto wie die Schweizer Polizei: «Don’t drink, don’t smoke, don’t take drugs.»

Grunge: (Grunge = Dreck)

Ein Begriff, der durch die Musikgruppen Nirvana oder Pearl Jam verkörpert wurde. Der Grunge-Look verachtete alle Modemätzchen und reduzierte sich auf die Basics: Flanellhemd, Jeans, fettige Haare und Turnschuhe. Den Original-Grunge-Look haben allerdings kanadische Holzfäller vor über 100 Jahren in den harten Wintermonaten am Yukon erfunden.

Chill-out: (to chill out = sich entspannen)

Und das soll jeder dürfen, der sich nach einem coolen Abtanz entspannen will. Am besten mit einem vitaminreichen Getränk in der Lounge, die zu jedem guten Club gehört. Chill-out hat «relaxen» ersetzt, das sollte mal jemand dieser Versicherung sagen.

beamen: (to beam = strahlen, senden)

Seit Star Trek das Wort um guten Sex, irren Sound oder einen geilen Film in Worte zu fassen: «Das hat mich total weggebeamt!» «Beamen» ist im Übrigen wesentlich cooler als «abfahren». User beamen ihre Daten durch den Cyberspace, weils besser soundet als «versenden».